Version 37 der Bild- und Datenqualitätsontologie erarbeitet

Für Forschungszwecke aber auch für epidemiologische Studien und zur Verbesserung der PatientInnenversorgung werden Bild- und Klinische Daten in unterschiedlichen Formen von Datenzentren (natürlich unter Beachtung des Datenschutzes) gespeichert. Es gibt

  • Klinische Register mit spezifischen Fragestellungen bzw. für genau definierte Erkrankungen z.B. Leukämie-Register
  • Forschungsdatenregister z.B. das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt Open European Nephrology Science Center
  • Tumor-Register und
  • Biobanken, die neben den Daten auch biologisches Material für weitere Untersuchungen konservieren.

Es können neben Textinformationen (Diagnosen, Diagnoseschlüssel u.a.) auch numerische Daten wie Laborwerte gespeichert werden. Neben der Aufbewahrung von Gewebeproben spielen auch Bilder eine immer größere Rolle. Bilder entstehen u.a. in der Radiologie (Röntgen, CT, MRT und Ultraschall), in der Klinik (z.B. bei endoskopischen Untersuchungen). Seit einigen Jahren werden vollständig digitalisierte Glasobjektträger in der Pathologie verwendet.

Grundlegendes Problem aller dieser Datenzentren ist die Datenqualität. Sie ist entscheidend darüber, ob die gespeicherte Information auch wirklich wiederverwendet werden kann, in dem nach ihr gesucht, sie ausgewertet und aufbereitet werden kann. Fehlen z.B. in einem Datensatz relevante Informationen kann dieser für eine Studie nicht verwendet werden.

Im Rahmen des Open European Nephrology Science Center wurde eine Ontologie entwickelt, die die unterschiedlichen Aspekte von Datenqualität abbildet und in einen Kontext darstellt. In der Diskussion mit den klinischen KollegInnen wurde sehr schnell deutlich, dass es keine einheitliche Meinung zu diesem Thema gab. Es schien sogar, dass sie von unterschiedlichen Dingen sprachen. Noch komplizierter wurde es, wurden in die Diskussion PathologInnen eingeschlossen. Diese brachten eine ganz eigene Sicht auf die Dinge mit.

Die Ontologie basiert auf verschiedenen Vorabeiten aus dem Informationsmanagement und eigenen Untersuchungen. (Die Literaturquellen können beim Verfasser eingesehen werden.) Die Ontologie wurde in verschiedenen Publikationen und Vorträgen publiziert. Inzwischen allerdings wurde es notwendig, die Ontologie zu überarbeiten und die Struktur zu vereinfachen. Heute also wurde die neue Version hochgeladen (http://bioportal.bioontology.org/ontologies/3208).